
Dieses Museum der antiken Künste stammt aus dem Jahr 1884 und ist im Palast der Grafen d'Alvor sowie im ehemaligen Kloster S. Alberto untergebracht. Die Klosterkapelle ist ein sehr schönes Beispiel des portugiesischen Barocks - Kunst und Architektur - aus dem 18. Jahrhundert. Dieses Museum bietet eine sehr umfangreiche Sammlung von Kunstwerken, Gemälde, Skulpturen, dekorative Kunst, vom 12. bis zum 19. Jahrhundert, von portugiesischen aber auch von ausländischen Künstlern. Hier befindet sich u. a. das berühmte Gemälde «Painéis de S. Vicente», eines der wichtigsten portugiesischen Kunstwerke des 15. Jahrhunderts. Unter den Gemälden ausländischer Künstler verdient «Die Versuchung des Hl. Antonius» von Hieronimus Bosh eine besondere
Bemerkung. Zu sehen sind auch die bekannten chinesischen Schirmwände aus dem 16. Jahrhundert, Teppiche, Porzellan, Möbel, Gold- und Silberschmuck, u. a. die Monstranz von Belem, ebenso eine Sammlung von französischem Silberschmuck aus dem 18. Jahrhundert.
- Museu Calouste Gulbenkian
Der Schatz dieses Museums, der von H. Gulbenkian gesammelt wurde, kommt aus allen Weltteilen und bietet eine gute Übersicht über die Entwicklung der Kunst vom klassischen Altertum bis ins 20. Jahrhundert hinein. H. Gulbenkian war Armenier und hat lange Zeit in Portugal gelebt. Vor seinem Tod vermachte er sein in der Erdölindustrie erworbenes Vermögen dem Land Portugal.. Etwas später wurde die Stiftung Calouste Gulbenkian gegründet. Sie umfasst das Museum, das Zentrum für moderne Kunst, ein Orchester, ein Ballet, einen Musikchor, sie teilt zahlreiche Stipendien für die Studenten aus, organisiert Ausstellungen, Vorträge, unterstützt finanziell die grossen Wanderbibliotheken und die wissenschaftliche Forschung.
Im Museum werden ausgestellt: antike Kunst, orientalische Kunst und europäische Kunst, u. a. Renoir, Degas, Rodin, Manet Rubens, Rembrandt. Aussgestellt wird auch eine Sammlung zeitgenössischer Kunst mit Werken von René Lalique.
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Museu Gulbenkian |
Museu do Teatro |
- Museu do Teatro
Das Nationalmuseum für Theater wurde 1985 gegründet. Es liegt im neu restaurierten Palast de Monteiro Mor, in einem Park ( Estrada do Lumiar). Gesammelt sind hier über 300 000 Theaterstücke vom 18. Jahrhundert bis heute, Kostüme, Requisiten, Programme und 25 000 Archivfotos, um nur Einiges zu nennen.. Das Hauptgebäude besitzt eine Bibliothek mit ungefähr
35 000 Bänden, es ist die grösste Portugal auf dem Gebiet des Theaters Zeitweise finden hier auch Ausstellungen statt.
- Kostümmuseum :
Es befindet sich in dem ehemaligen, aus dem 18.Jahrhundert stammenden Palast Angeja-Palmela im Park Monteiro-Mor. Dieses Museu Nacional do Traje zeigt über 30 000 Ausstellungsstücke aus ganz Portugal, Stoffe, Zubehör, Kleider die früher vom Adel, von Politikern, Dichtern, Komponisten oder Militärs getragen wurden, u. a. Kleidungsstücke welche die königliche Familie in Lissabon zurückliess als sie sich zur Zeit der französischen Invasion nach
Brasilien einschiffte. Die heutige Mode hat auch ihren Platz, ebenso wie eine Bibliothek speziell für die Geschichte des Kostüms , für alles Zubehör, Stoffe und Textilien.
- Stadtmuseum
Das Museu da Cidade erzählt die Geschichte Lissabons an Hand von vorhistorischen, römischen, westgotischen, maurischen und mittelalterlichen Überresten. Es Liegt im Palais Pimenta, der aus dem 18. Jahrhundert stammt
(in Campo Grande) und für die Mätresse des Königs Joao V erbaut wurde. Zu sehen sind u. a. ein riesiges Modell der Stadt Lissabon von vor dem grossen Erdbeben, Landkarten und Gravierungen von vor und nach dem Erdbeben
(darunter ein Gemälde aus dem 17. Jahrhundert mit dem ehemaligen Platz Commercio so wie er früher war), Fliessenbeleg mit Strassenszenen.. Zu bemerken sind besonders Gravierungen der grossen Inquisition und die Szene von dem Abschied von Katharina von Bragança die Lissabon verlässt um sich mit dem König Charles II von England zu vermählen. Noch zu bemerken: ein schöner Innenhof mit umherspazierenden Pfauen.
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Museu da Cidade |
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